Imkern

Der Bienenstock

Selber Imkern? - Tipps!!!

Zuallererst musst Du unterscheiden zwischen Wildbienen (https://de.wikipedia.org/wiki/Wildbiene) und unserer Honigbiene.

(https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/hautfluegler/bienen/13704.html).

Für Wildbienen kann man überall und relativ einfach Nisthilfen bauen. Nach einiger Zeit (circa 1-2 Jahre) siedeln sich die Wildbienen oder Solitärbienen von alleine an. Diese leben nicht in einem Schwarm (anders Honigbiene, Hummel, Wespe und Hornissen).

Weiteres im Text s.u.


Wir wollen imkern - aber wie sollen wir starten?

 

Klar, da können wir gerne weiterhelfen.

 

Die Honigbiene, kommt heute leider ohne Imker nicht mehr aus. Da sind wir Menschen zu 100% selbst schuld.

 

Bienen sind friedlich und wollen NUR Nektar, Pollen und Wasser sammeln. Man findet Bienen nicht am Gartentisch (außer man hat geplatzte Trauben oder offenen Honig). Der Störenfried am Gartentisch sind Wespen, da Aasverwerter!!

 

Bei uns im Garten hatten wir letztes Jahr 5 Völker stehen welche nicht abgesperrt waren. Unsere Kinder sind 3 und 6 Jahre. Gestochen wurde nur ich, wenn ich abends an den Völkern war (dann sind sie aggressiver). Also mit Kindern gibt es null Probleme. Eher schon mit panischen Nachbarn J

 

Bei uns im Garten ist noch niemand in eine Biene getreten- wenn sie sammeln weichen sie immer aus und sie sterben normalerweise weit entfernt vom Stock (es sei denn der Nachbar spritzt wieder Roundup). Bienen stechen nur, wenn man sie reizt (am Stock rütteln, reingreifen o.ä.) oder auf sie tritt (Todeszuckung).

 

Wer Interesse am Imkern hat, dem können wir folgendes raten:

 

1.) Besuche keine Imkerforen! Das ist kein Scherz.

 

2.) Such dir einen Imker und frag ihn ob du ihm über die Schulter schauen kannst (Imker sind meist etwas seltsam aber nett, also nicht abschrecken lassen)

 

3.) Geh zum nächsten Imkerverein und mache einen Grundkurs (meistens sind die kostenlos)

 

4.) Nutze das gleiche Beutesystem wie die Imkerkollegen in deinem Verein. Bienen ist es Sch..... egal wo sie wohnen. Sie fühlen sich in einer Dadant Beute genauso wohl wie in einer Warrè Beute. Allerdings können dich die Imkerkollegen leichter unterstützen, wenn du das gleiche Rahmenmaß hast. Experimentieren kann man später noch.

 

5.) Such dir einen Platz im Garten, der nicht allzu sehr in der Sonne liegt. Schön wäre es, wenn die Morgensonne auf das Flugloch scheint. Dann können die Bienen schneller in den Tag starten. Lass ihnen vor dem Flugloch etwa 2m Platz zum Starten.

 

6.) Plane mindestens zwei Völker aufzustellen. Wenn eins eingeht kannst du dir aus dem anderen immer noch eins nachziehen.

 

7.) Sei leidensfähig. Und damit meine ich nicht das stechen. Nach dem dritten Stich (nur circa 1-5% der Bevölkerung sind wirkliche Allergiker) wird auch die Schwellung (und die kann massiv sein) weniger. Außerdem sind Bienenstiche gesund. Ich meine in Bezug auf Völkerverluste. Wir haben dieses Jahr alle Völker über den Winter verloren. Das tut schon weh.

 

8.) Höre auf den Rat deiner Imkerkollegen. Man kann sich zwar vieles anlesen, aber das meiste macht bei diesem Hobby die Erfahrung.

 

Genauso wichtig ist natürlich zu wissen, welche Kosten auf einen zukommen. Wir setzen mal voraus, dass du kein Schreiner bist, oder über eine entsprechend ausgerüstete Werkstatt verfügst. Dann könntest du dir nämlich deine Beuten selber basteln.

 

Aber wenn du kaufen musst, dann sieht das in etwa so aus:

  •          Zwei Holzbeuten komplett circa 160€ pro Beute
  •          Zwei Ableger circa 100€ pro Ableger
  •          Imkeranzug circa 40€
  •          Smoker, Besen, Stockmeißel circa 45€ zusammen
  •          Packung Mittelwände circa 20€

Somit kostet der Bienenstart etwa 650€. Weiterführend kann man sich natürlich noch mehr Equipment kaufen, aber das ist jetzt erst einmal uninteressant.